-
14.11.2012
- → Kapital & Arbeit
Moody’s droht Banken
Frankfurt/Main. Den in die weltweiten Zinsmanipulationen verwickelten Großbanken droht neuer Ärger: Die US-Ratingagentur Moody’s warnte am Dienstag, möglicherweise würden schlechtere Bonitätsnoten für die betroffenen Institute fällig. Das liege nicht unbedingt an den absehbaren Strafen der Regulierer für die falsch gemeldeten Libor-Zinssätze, schrieben die Experten in einer Studie. Moody’s treiben vielmehr die Kosten eventueller Klagen um: »Verluste aus möglichen Rechtsstreitigkeiten über die angeblichen Manipulationen – auch wenn sie unsicher und schwierig zu quantifizieren sind – könnten deutlich höher ausfallen als alle Strafen der Regulierer.« Das hätte dann entsprechende Folgen für das Rating, womöglich schon sehr bald. Seit Monaten ermitteln Behörden weltweit gegen Großbanken wie die britische Barclays und die Deutsche Bank, deren neuer Kochef Anshu Jain am 28. November im Finanzausschuß des Bundestages Rede und Antwort stehen muß. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit