Zum Inhalt der Seite

Preis von Hitler-Kassierer

Der Volksmusikpreis der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung geht einem Bericht des Münchner Merkur zufolge möglicherweise auf ein Vermögen eines Hitler-Vertrauten zurück. Das Ehepaar Maria und Max Wutz hatte der Hanns-Seidel-Stiftung in den 80er Jahren ein Grundstück sowie Kapital vermacht. Auflage war, aus dem Ertrag des Vermögens einen Volksmusikpreis auszuloben, was die Stiftung seit 1984 macht. Bislang unter Verschluß gebliebene Recherchen ergaben laut Münchner Merkur, daß Max Wutz zu den engeren vertrauten Adolf Hitlers gehört habe. Wutz übernahm dem Blatt zufolge 1921 das Amt eines NSDAP-Kassierers. Seit 1984 wurden 428 Preise verliehen. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.11.2012, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!