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Euro-Krise nur scheinbar beruhigt

München. Die Euro-Krise ist nach Ansicht der Wirtschaftswissenschaftlers Hans-Werner Sinn noch längst nicht gelöst. Sie habe sich »scheinbar ein bißchen beruhigt«, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts am Mittwoch. Mit der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), unbegrenzt Anleihen verschuldeter Staaten aufzukaufen, sei eine »riesige Rettungsmaschinerie in Gang gesetzt worden, die eine gewisse Ruhe schafft«.

Die Finanzmärkte seien beruhigt worden. Aber die Rettung gehe zulasten der Steuerzahler und Sparer. Indem die EZB den Zinssatz deutlich niedriger halte als die Inflation, werde Privatvermögen vernichtet.
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»Der Euro ist an sich erhaltenswert«, sagte der Ifo-Präsident. »Aber er muß repariert werden.« So sollte es hochverschuldeten Ländern wie Griechenland ermöglicht werden, die Euro-Zone zwischenzeitlich zu verlassen. Ihre Währung würde dann abgewertet, und in ein bis anderthalb Jahren würde die Wirtschaft wieder wachsen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.11.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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