Zum Inhalt der Seite

Spanien blockiert Mersch-Berufung

Brüssel. Die offene Stelle im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt vorerst unbesetzt. Spanien hat am Montag überraschend dem schriftlichen Verfahren zur Berufung des luxemburgischen Notenbankchefs Yves Mersch in das sechsköpfige ­Gremium widersprochen, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Diplomatenkreisen erfuhr. Die Personalie müsse nun von den Staats- und Regierungschefs der EU entschieden werden. Die nächste Chance dazu bestünde auf dem Gipfeltreffen am 22. und 23. November in Brüssel – das ist aber eigentlich den Verhandlungen zum künftigen Haushalt gewidmet.

Zuletzt hatte das Europaparlament dem 63jährigen Mersch trotz unbestrittener Fachkompetenz seine Zustimmung verweigert, weil keine Frau als Kandidatin für den Job aufgestellt war. Alle 23 Sitze im EZB-Rat werden von Männern gehalten. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!