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Neu im jW-Programm: Das »Bild der Woche«
Produktentwicklung
Es ist erstaunlich, was sich aus dem überreichlichen täglichen Angebot von Agenturen und Fotografen machen läßt. Vieles ist von geringer Qualität oder strahlt nur Langeweile aus. Bei jW fischen Sabine Koschmieder-Peters, Anja Reichmann, Anne Römisch und Daniel Hager immer wieder Aufnahmen aus der Bilderflut, die besser als ein langer Text über die Verhältnisse unterrichten. Haben Sie sich zum Beispiel am Mittwoch das Foto vom Besuch der Milliardärin Friede Springer beim Bundespräsidenten angesehen? Wir nannten es »Köchin und Kellner«, hätten aber auch schreiben können: »Sie völlig entspannt, er kurz vom Kriechgang«.
Immer wieder bleiben aber aussagekräftige Bilder liegen, die ins Archiv wandern, weil sie für die Tagesproduktion gerade nicht verwendbar sind. Das finden wir schade und wollen es ändern: In Zukunft veröffentlichen wir an jedem Freitag auf der oberen Hälfte der Seite 14 ein »Foto der Woche«, das aus diesem Fundus stammt. Es soll ein »Hingucker« werden. Sagen Sie uns, ob’s klappt.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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