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Aus: Ausgabe vom 04.10.2012, Seite 15 / 73

Organismus vernachlässigt

Nach der Veröffentlichung einer Langzeitstudie über den Rückgang der Korallen im Great Barrier Reef hat die australische Regierung Versäumnisse eingeräumt. »Die Studie hat Schockwellen durch viele Haushalte geschickt«, sagte Umweltminister Tony Burke am Dienstagabend im Fernsehsender ABC. Die Regierungen hätten die Entwicklung abwenden können, aber »über Jahrzehnte ein hohes Maß an Vernachlässigung« gezeigt. In den vergangenen 27 Jahren hat das größte Riff der Erde mehr als die Hälfte seiner Korallen verloren. Ursächlich sind vor allem drei Faktoren: Tropenstürme, die dramatische Vermehrung korallenfressender Seesterne und die vom Klimawandel geförderte Korallenbleiche. Hält der Trend an, verliert das Great Barrier Reef bis zum Jahr 2022 noch einmal zehn Prozent seiner Korallen, schreiben die Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences. Das Riff erstreckt sich über 345000 Quadratkilometer und gilt als der größte lebende Organismus der Welt. Es besteht aus 400 Korallenarten und beherbergt 1500 Fisch- sowie 4000 Weichtierarten, bietet dabei auch gefährdeten Arten wie dem Dugong (Seeschwein) oder der Großen Grünen Meeresschildkröte Lebensraum. (AFP/dapd/jW)

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