Zum Inhalt der Seite

Guerillaangriff in der Westtürkei

Izmir. Bei einem Anschlag auf einen Militärbus im westtürkischen Izmir an der Ägäisküste wurden am Donnerstag mindestens ein Soldat getötet und sechs weitere schwer verletzt. Eine Mine war auf der Straße zum Kommandositz der amphibischen Streitkräfte detoniert. Anschließend eröffneten die Attentäter das Feuer. Nach Informationen der Tageszeitung Hürriyet soll es sich um Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gehandelt haben. In den letzten Tagen waren 2000 Kilometer von Izmir entfernt bei PKK-Angriffen im türkisch-irakischen Grenzgebiet weit über 100 Soldaten einer von der Regierung gegen die kurdische Befreiungsbewegung aufgestellten Spezialtruppe getötet worden. PKK-Führungskader Duran Kalkan nannte dies gegenüber der Nachrichtenagentur Firat am Mittwoch eine »Warnung an die Türkei«, die glaube, die kurdische Frage militärisch lösen zu können. Die PKK fordert demokratische Autonomie für die Kurden in der Türkei.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2012, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!