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Weitere Ermittlungen im Libor-Skandal

Düsseldorf. Im Skandal um die Manipulation von Interbanken-Zinsen hält die deutsche Finanzaufsicht weitergehende Ermittlungen für möglich. »Die Aufklärung kann noch lange dauern«, sagte die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Elke König, dem Handelsblatt vom Dienstag. Es müßten »Millionen von Datensätzen, E-Mails und Dokumenten« geprüft werden. Dabei müsse herausgefunden werden, ob kriminelle Energie im Spiel gewesen sei und wo Kontrollen versagt hätten. Dies überprüften BaFin und die anderen beteiligten Behörden derzeit.

Dabei geht es um die Manipulation des britischen Zinssatzes Libor, zu dem in Großbritannien Banken anderen Instituten Geld leihen, und des europäischen Interbanken-Zinses Euribor. Im Zentrum der Affäre steht die britische Großbank Barclays. Die Zinssätze werden auf Grundlage der Angaben von Banken berechnet.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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