Zum Inhalt der Seite

IG Metall besorgt um Arbeitsschutz

Düsseldorf. Die IG Metall ist besorgt über mangelnde Kontrollen der staatlichen Arbeitsschutzbehörden. Die Länder haben seit 2005 massiv Stellen in der Gewerbeaufsicht abgebaut. Nur noch 4,9 Prozent der Betriebe wurden 2010 überprüft. Es werde nur noch »Aufsicht nach Kassenlage« betrieben, sagte IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban gegenüber dem Onlineportal der WAZ-Mediengruppe, derwesten.de. Er spricht bereits von einem »Notstand« und warnt vor gefährlichen Folgen für die Beschäftigten. Demnach beschränken sich die Kontrollen mittlerweile auf die Firmen, die besonderes Gefahrenpotential bergen. Nach Daten der Bundesregierung ist die Zahl der inspizierten Betriebe von 2004 bis 2010 bundesweit um knapp 25 Prozent gesunken, das Personal in den Kontrollstellen sei im gleichen Zeitraum um 17 Prozent verringert worden. Entsprechend haben auch die Beanstandungen abgenommen: Gab es 2006 noch 72100 Problemfälle, waren es vier Jahre später ein Drittel weniger.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!