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Mehr Kulturerbe

Die Geburtskirche in Betlehem, das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth und die »üppige Landschaft« Rio de Janeiros sind von nun an zum Weltkulturerbe zu rechnen. So entschied das zuständige UNESCO-Komitee auf seiner jährlichen Tagung, die diesmal in St. Petersburg stattfindet. Mit der Aufnahme des angeblichen Geburtsortes von Jesus sei »das palästinensische Volk« in »seiner Identität« anerkannt worden, meinte PLO-Vertreter Haran Aschrawi, und ließ offen, was der christliche Wallfahrtsort dem mehrheitlich muslimischen Volk genau bedeutet. In Bayreuth war die Freude über die Würdigung des barocken Zeugnisses des Absolutismus riesig. Der Kurfürstlichen Sommerresidenz in Schwetzingen (Baden-Württemberg) wurde die Aufnahme versagt. Man werde 2013 wohl keinen neuen Antrag einreichen, erklärte SPD-Oberbürgermeister René Pöltl am Montag. Die Erfolgsaussichten seien zu gering.

Am Wochenende mußte die ­UNESCO zu ihrem Leidwesen auch mitteilen, daß im westafrikanischen Mali zum Weltkulturerbe erklärte Heiligengräber verwüstet wurden.
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(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2012, Seite 13, Feuilleton

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