Zum Inhalt der Seite

Spaniens »Rettung« zeigt wenig Wirkung

Brüssel. Die Auszahlung von bis zu 100 Milliarden Euro aus dem Euro-Fonds für die »Rettung« spanischer Banken sei nach Brüsseler Lesart keineswegs übertrieben. Die Euro-Gruppe habe sich gerade deshalb auf einen solch hohen Betrag inklusive Sicherheitspuffer geeinigt, »um allen Eventualitäten und selbst düstersten Szenarien vorzubeugen«, rechtfertigte EU-Kommissionssprecher Amadeu Altafaj Tardio am Montag die angekündigte Hilfsaktion.

An den Kapitalmärkten war die Erholung allerdings nur von kurzer Dauer: Die Kurse zehnjähriger spanischer Staatsanleihen gaben am Montag mittag wieder leicht nach. Entsprechend zogen die Renditen (Zinsen) an und lagen für spanische Bonds bei 6,327 Prozent (Freitagsschluß: 6,250 Prozent).

Daß die Stimmung nun gekippt ist, verwunderte Marktexperten nicht. »Es gibt noch immer sehr viele Unsicherheiten und Fragezeichen«, sagte ein Händler.
Anzeige


Auch der Euro-Kurs stieg nur kurzzeitig und notierte am Montag mittag bei 1,2562 Dollar. Im Handelsverlauf war die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,2668 Dollar geklettert.

(dapd/Reuters/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen