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Kioskwunder
Die junge Welt bewegt sich nicht nur inhaltlich gegen herrschende Trends
Daß die keineswegs zwangsläufig schlecht aussehen muß, beweist die junge Welt. Während die überregionalen Zeitungen in den letzten zehn Jahren bis zu 40 Prozent ihrer Kioskverkäufe verloren haben, hat die junge Welt im Vergleichszeitraum um mehr als 40 Prozent zugelegt. Wenn wir vor 10 Jahren die Grossisten besucht haben, um mit ihnen über eine bessere Belieferung der Einzelhändler in ihrem Gebiet zu reden, wurden wir milde belächelt. Manche wunderten sich gar, daß wir überhaupt den Fahrpreis für die Anreise aufbringen konnten. Heute wird anerkannt, daß die junge Welt beweist, daß der Rückgang der Verkaufszahlen am Kiosk nicht zwangsläufig ist – sondern etwas mit dem Produkt selber zu tun haben muß. In diesen Tagen hat unser Verlagsleiter Andreas Hüllinghorst einige Grossisten besucht. Nicht nur, daß alle die Tendenz bestätigten, nach der die junge Welt Zuwächse in den letzten Jahren verbuchen konnte: Sie schätzen in der Regel ein, daß der Markt für die junge Welt noch lange nicht ausgeschöpft sei. Und das betrifft ost- wie westdeutsche Regionen gleichermaßen. Deshalb haben wir in diesen Tagen zum Beispiel für die Regionen Berlin, Bonn, Köln, Wuppertal, Duisburg, Dortmund, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und andere eine Erhöhung der Stückzahlen und der Zahl der belieferten Einzelhändler verabredet.
Sie können uns auch hier unterstützen. Zum einen: Fragen Sie in Ihrem Lieblingskiosk nach, ob nicht auch dort die junge Welt ausliegen könnte. Kaufen Sie hin und wieder einmal eine Ausgabe im Einzelhandel. Und in unserer Ausgabe zum 1. Mai finden Sie auf der Titelseite einen Gutschein, mit dem Sie eine Zeitung gratis an einem Kiosk Ihrer Wahl erhalten können. Diesen Gutschein (oder aber die komplette Ausgabe) können Sie natürlich auch gern weiterverschenken. Der Kioskverkauf hat für uns nämlich noch einen weiteren sehr positiven Effekt: Viele lesen die junge Welt zunächst erst gelegentlich, abonnieren dann aber später. Auch deshalb wünschen wir uns eine weite Verbreitung der Zeitung im Einzelhandel. Und eine Zeitung mit alternativem Inhalt tut jedem Kiosk gut!
Verlag, Redaktion, Genossenschaft
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
