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Senat will Schwule rehabilitieren

Berlin. Berlin startet eine Bundesratsinitiative zur Rehabilitierung von nach dem Krieg verurteilten Schwulen. Während Urteile aus der Nazizeit gegen Homosexuelle bereits aufgehoben seien, stehe die Wiedergutmachung für spätere Bestrafungen noch aus, sagte Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Dienstag. In der Bundesrepublik wurde der sogenannte Schwulenparagraph, der Homosexualität unter Strafe stellte, erst 1994 gestrichen. Zuvor wurden laut Kolat rund 100000 Ermittlungsverfahren gegen Schwule eingeleitet und 50000 verurteilt. In der DDR, wo der Paragraph in den 1960er Jahren abgeschafft wurde, seien 1300 Verurteilungen nachweisbar.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2012, Seite 4, Inland

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