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Monsterwespe ­getauft

In den Sammlungen des Museums für Naturkunde Berlin entdeckte der Entomologe Michael Ohl im vergangenen Jahr eine bislang unbekannte, riesige Wespenart, die mit ihren gigantischen Kiefern wie eine Kampfmaschine anmutet (das Foto zeigt sie im Vergleich mit einer normalen Wespe). Eine neue Art gilt aber erst als wissenschaftlich »getauft«, wenn sie mit ihrem Namen in einer Publikation beschrieben wurde. Die Monsterwespe hat nun als »Megalara garuda« Eingang in die Zeitschrift Zookeys gefunden. Sie stammt von der indonesischen Inseln Sulawesi und wurde dort vor kurzem auch gefangen. Ihr Name leitet sich von dem griechischen »mega« für groß und von »-lara« aus »Dalara«, ab, einer nah verwandten Wespengattung. »Garuda« heißt ein geflügelter Kämpfer, der das Nationalsymbol Indonesiens ist. Die Bestimmung der Wespe ist ein spektakuläres Puzzleteil in der Erfassung der globalen Biodiversität und unterstreicht die Bedeutung wissenschaftlicher Forschungssammlungen. Weltweit warten wahrscheinlich Millionen weiterer, noch unentdeckter Tier- und Pflanzenarten auf ihre Beschreibung.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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