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Der Zwerg und die Schwerkraft

Ein Präzisionswaagenhersteller aus Baden-Württemberg hat einen Gartenzwerg um die Welt geschickt, von Lima über Mumbai, Mexiko-City, Sydney, Tokio bis zum Südpol. An jeder Station wurde der Zwerg gewogen. Es zeigte sich, daß die Schwerkraft nicht überall dieselbe ist. So wog der Zwerg im indischen Mumbai 307,56 Gramm, in der Antarktis brachte er 309,82 Gramm auf die Waage. Grund für die Variationen der Schwerkraft sei die Form der Erde, erklärte der Leiter des zuständigen Kalibrierlabors, Albert Sauter. Die Erde sei keine perfekte Kugel, sondern ähnele einer leicht ovalen Kartoffel. Dies könne zu Gewichtsabweichungen von bis zu 0,5 Prozent führen. Das nächste Reiseziel des Zwergs ist das kanadische Elementarteilchen-Forschungslabor Snolab, das rund zwei Kilometer unter der Erdoberfläche liegt und damit das tiefste Labor weltweit ist. Danach wird der Zwerg im Atomforschungszentrum CERN bei Genf erwartet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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