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Madrid: Protest gegen Wasserprivatisierung

Madrid. An 236 provisorischen Wahlständen haben die Bürger der zentralspanischen Region Madrid am Sonntag in einem unverbindlichen Referendum gegen die Teilprivatisierung der öffentlichen Wasserwerke stimmen können. »Soll die Isabel II. Canal (der Wasserversorger) zu 100 Prozent in öffentlichem Besitz bleiben?«, fragten die zwei die Abstimmung organisierenden Protestgruppen.

Die Regionalregierung plant den Verkauf von 49 Prozent der Wasserwerke, die die Hauptstadt Madrid und einige Vororte versorgen, um mit dem Erlös Schulden zu tilgen. Das 150 Jahre alte Versorgungsnetz wird mit Steuergeldern der Region unterhalten. An vielen Wahlständen in der Hauptstadt standen die Menschen am Nachmittag Schlange, um ihre Stimme abzugeben. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2012, Seite 1, Ausland

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