Zum Inhalt der Seite

Bundesrat gegen Haßkriminalität

Berlin. Nach dem Willen des Bundesrates soll die sogenannte Haßkriminalität künftig stärker bestraft werden. Ein von der Länderkammer am Freitag beschlossener Gesetzentwurf sieht vor, daß rassistische und andere menschenverachtende Tatmotive bei der Strafzumessung künftig stärker berücksichtigt werden sollen als bisher. Kritiker bemängelten, daß haßgeleitete Motive von den Ermittlungsbehörden und den Gerichten bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden. Mit der Gesetzesinitiative reagiert die Länderkammer auch auf die Mordserie der Thüringer Neonazizelle. Nun muß sich der Bundestag damit befassen.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erwartet jedoch bei dem Berliner Koalitionsgipfel am Sonntag keinen Ärger. Er erwarte einen »harmonischen« Koalitionsausschuß, Auseinandersetzungen ständen nicht an.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!