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Ägypten: Presse kritisiert Ausreise von Angeklagten

Kairo. Ägyptische Medien haben scharfe Kritik an der Ausreiseerlaubnis für die angeklagten ausländischen Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen geäußert. Die Zeitung Al-Tahrir bezeichnete die Entwicklung in dem Fall als »Skandal« und warf der Militärregierung vor, dem internationalen Druck nachgegeben zu haben. Die Behörden hatten am Mittwoch das Ausreiseverbot gegen die 43 Beschuldigten aufgehoben. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Arbeit illegal aus dem Ausland finanziert und sich in die politische Entwicklung Ägyptens eingemischt zu haben. Am Donnerstag reisten 17 Mitarbeiter mehrerer Organisationen ab, unter ihnen auch die beiden angeklagten Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2012, Seite 2, Ausland

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