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Aus: Ausgabe vom 01.03.2012, Seite 12 / Feuilleton

Implex lesen

»Morgen wird alles besser«, an dieser Parole erkennt man laut Dietmar Dath (Schriftsteller und FAZ-Marxist) und Barbara Kirchner (Chemie-Professorin) die Anhänger des sozialen Fortschritts, »während die der Finsternis bellen, daß früher alles besser gewesen sei«. Um zu zeigen, daß es viel mehr Möglichkeiten der Emanzipation gibt als auch die Kritiker der Entfremdung und Verdinglichung sich vorstellen können, haben die beiden den beeindruckenden kleinen Suhrkamp-Ziegelstein (850 Seiten) »Der Implex« geschrieben, in dem sie die Geschichte des sozialen Fortschritts erzählen, was ihnen von rechts- bis linksliberaler Seite viel Kritik eingetragen hat, weil es sich in der Finsternis eben am besten bellt. Aber das Buch richtet sich auch eher an die Revolutionäre der neuesten Zeit. »Klopf an, ich mach dir auf. / Wenn du siehst, mir geht’s dreckig / bring mich rauf / Wenn du siehst, mir geht’s gut / bring mich nicht runter. / Wenn du siehst, ich bin müde / mach mich munter« haben Ton Steine Scherben einmal gesungen. Heute um 19 Uhr in der jW-Ladengalerie. Dath und Kirchner lesen und diskutieren »Der Implex«. (jW)

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