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Zahl der Kriege auf Rekordhoch seit 1945

Heidelberg. Die Zahl der Kriege ist im vergangenen Jahr nach Ansicht von Forschern weltweit auf den höchsten Stand seit 1945 gestiegen. Unter insgesamt 388 beobachteten Konflikten habe es 20 Kriege gegeben, teilte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) am Donnerstag mit. Die Politikwissenschaftler definierten weitere 18 Konflikte im Jahr 2011 als begrenzte Kriege (»limited wars«). Zu den Konflikten, die im vergangenen Jahr zu Kriegen eskalierten, zählte das Institut auch die Auseinandersetzungen in Libyen, Syrien, dem Jemen und der Türkei. Der Konflikt zwischen der Arbeiterpartei Kurdistans und dem türkischen Staat sei zum Krieg eskaliert, als die Armee im August großangelegte Operationen in der Grenzregion zum Irak startete, heißt es im englischsprachigen Konfliktbarometer. Als Krieg werten die Forscher auch die Auseinandersetzungen in Mexiko zwischen Drogenkartellen und der Regierung.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2012, Seite 1, Inland

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