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Aus: Ausgabe vom 21.01.2012, Seite 15 / Geschichte

Anno … 4.Woche

1877, 24. Januar: Die russische marxistische Revolutionärin Wera Iwanowna Sassulitsch (1849–1919) schießt wegen der Mißhandlung eines politischen Gefangenen in Sankt Petersburg auf General Theodore Trepow und verletzt ihn schwer. Sie wird wegen dieser Tat später freigesprochen.

1907, 25. Januar: Bei den sogenannten Hottentotten-Wahlen zum Reichstag – der Name entsteht im Zusammenhang mit dem von der Regierung eingebrachten Kolonialetat – erreicht die Sozialdemokratie fast 250000 Stimmen mehr als 1903; trotz hochgepeitschter Stimmungen für die Fortsetzung des Kolonialkrieges in Afrika gegen die aufständischen Hottentotten und Hereros. Obwohl sie nach Stimmen immer noch die stärkste Partei bleibt, ist der Aufwärtstrend der So­zialdemokratie damit vorläufig gestoppt, und der Block von Reichskanzler Bernhard von Bülow erhält die Mandatsmehrheit.

1962, 24. Januar: Die Volkskammer der DDR beschließt die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (in der BRD besteht diese bereits seit dem Inkrafttreten des »Wehrpflichtgesetzes« im Juli 1956).

1962, 23. Januar: Über Satellitenfunk kommt die erste Fernsehübertragung zwischen den USA und Europa zustande. Wegen der elliptischen Erdumlaufbahn des Kommunikationssatelliten Telstar dauert sie nur wenige Minuten.

1967, 24. Januar: US-Präsident Lyndon B. Johnson (1963–69) ersucht den Kongreß in seiner Budgetrede um zusätzliche Bewilligung von 12,3 Milliarden Dollar für den Vietnamkrieg.

1972, 28. Januar: Eine Konferenz der Regierungschefs des Bundes (Willy Brandt, SPD) und der Länder faßt einen Beschluß zur einheitlichen Behandlung der Frage der Verfassungstreue im öffentlichen Dienst. Die später zum Erlaß (»Radikalenerlaß«) erhobene Regelung verpflichtet Beamte, Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst, sich positiv zum Grundgesetz zu bekennen. In der Folge werden staatlicherseits zahlreiche Berufsverbote gegen Linke verhängt.

1987, 25. Januar: Bei der Bundestagswahl in der BRD gewinnen die FDP und Die Grünen Stimmen und Mandate, während vor allem die CDU unter Bundeskanzler Helmut Kohl massive Verluste erleidet. Die seit 1982 bestehende Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP hat jedoch weiterhin die Mehrheit im Deutschen Bundestag.

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