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Fremdkörper ­Mutterkuchen

Am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München haben Forscher nach Angaben vom Freitag eine mögliche Ursache für gehäufte Fehlgeburten ermittelt. Frauen mit drei oder mehr aufeinanderfolgenden Fehlgeburten wurden untersucht. Bei 34 Prozent von ihnen wurden Antikörper gegen Mutterkuchengewebe festgestellt. Dieses Gewebe ist für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen und somit für das Überleben des ungeborenen Kindes unabdingbar. Die Antikörper verursachen ein Absterben dieses Gewebes, da es durch sie als Fremdkörper wahrgenommen wird. Ein Medikament, mit dem bereits andere immunologische Krankheiten behandelt werden, unterdrückt auch diese Antikörper. Etwa fünf Prozent der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sind von gehäuften Fehlgeburten betroffen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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