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Aus: Ausgabe vom 14.01.2012, Seite 15 / Geschichte

Anno … 3.Woche

1902, 16. Januar: Die von der Deutschen Bank kontrollierte Anatolische Eisenbahngesellschaft erhält von Sultan Abdul Hamid II. die Konzession für Bau und Betrieb der Bahnlinie von Konia über Bagdad bis Basra am Persischen Golf (»Bagdad-Bahn«) für die Dauer von 99 Jahren. Die damit verbundene Expanison des deutschen Kapitals in den Nahen Osten führt zur Zuspitzung der Gegensätze mit den anderen imperialistischen Großmächten, vor allem Großbritannien.

1932, 21. Januar: Finnland und die Sowjetunion unterzeichnen einen Nichtangriffsvertrag, in dem die UdSSR sich zur Respektierung der finnischen Grenzen verpflichtet.

1942, 18. Januar: In Berlin wird ein Abkommen über eine Militärallianz zwischen Deutschland, Italien und Japan unterzeichnet. Die Welt wird in zwei »Operationszonen« geteilt: Vom 70. Längengrad bis zur amerikanischen Westküste reicht die japanische und vom 70. Längengrad bis zur amerikanischen Ostküste die deutsch-italienische »Zone«.

1942, 20. Januar: Unter dem Vorsitz des Chefs des Reichs­sicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich, findet in Berlin eine Zusammenkunft von Mitarbeitern dieses Amtes, hohen SS-Offizieren und Staatssekretären oberster Reichs- und Okkupationsbehörden statt (insgesamt 15 Teilnehmer). Auf dieser »Wannsee-Konferenz«, an der auch Adolf Eichmann und der »Blutrichter« Roland Freisler teilnehmen, wird ein Geheimplan zur Ausrottung der europäi­schen Juden beschlossen.

1947, 21. Januar: Nach dem Rücktritt von James C. Byrnes wird General George C. Marshall als US-Außenminister vereidigt. Der Wechsel steht für einen neuen Konfrontationskurs der USA gegenüber der UdSSR, er leitet die Wende von einer »Politik der Geduld« zur Politik des »Containment«, der Eindämmung des sowjetischen Einflußbereichs, ein.

1972, 22. Januar: Die Regierungschefs von Großbritannien, Irland, Dänemark und Norwegen unterzeichnen in Brüssel für ihre Staaten die Beitrittsdokumente zur »Norderweiterung« der Europäischen Gemeinschaft (EG). Bei einem Volksentscheid im September in Norwegen spricht sich die Mehrheit gegen den Beitritt aus.

1992, 16. Januar: Im mexikanischen Chapultepec wird eine Friedensvereinbarung zwischen der Regierung und der salvadorianischen Widerstandsorganisation FMLN unterzeichnet. Sie sieht eine Beendigung der Kampfhandlungen, die Demobilisierung der FMLN-Einheiten sowie die Umbildung der Guerillaorganisation zu einer legalen politischen Partei vor. Ferner wird die Eingliederung ihrer Kämpfer in die Polizei ermöglicht und die Bildung einer nationalen Kommission für die Festigung des Friedens (COOPAZ) mit gleichberechtigter Teilnahme der FMLN vereinbart.

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