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Gabriel schockt ­Leiharbeitsbranche

Berlin. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich in die Debatte um die Bezahlung von Leiharbeit eingeschaltet: Er fordert über die gleiche Bezahlung von Stammbelegschaft und Zeitarbeitern hinaus einen zehnprozentigen Einkommenszuschlag für die 900000 Leiharbeiter in der BRD. »Wir brauchen ein Gesetz, das gleichen Lohn für gleiche Arbeit garantiert«, sagte Gabriel der Welt. In Frankreich bekämen Leiharbeiter für den Verzicht auf Sicherheit sogar zehn Prozent mehr. »Das ist eine kluge Regelung«, betonte der SPD-Chef. Arbeitgeber bräuchten Anreize, feste Jobs nicht länger zu Zeitarbeitsjobs zu machen. Während die Gewerkschaften dies begrüßten, klagte Thomas Bäumer vom Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP): »Dann können Sie die Zeitarbeitsbranche abschließen, die gibt es dann nicht mehr.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2012, Seite 4, Inland

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