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Frankreichs AKW unsicher

Paris. Die französische Agentur für Atomaufsicht (ASN) hat eine sechsmonatige Frist gesetzt, um die Atom­anlagen des Landes für den Katastrophenfall sicherer zu machen. Die Betreiber sollten bis 30. Juni konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vorlegen, teilte die ASN am Dienstag in Paris mit. Damit sollten schwere Unfälle verhindert oder ihre Auswirkungen eingedämmt werden. Es müsse aber kein Meiler sofort abgeschaltet werden.

Atomkraftgegner haben die Sicherheitsprüfungen als unzureichend kritisiert. »Kombinierte Risiken« seien nicht ausreichend bewertet worden, sagte am Dienstag die Atomexpertin der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Sophia Majnoni.

Opale Crivello vom französischen Netzwerk für Atomausstieg »Sortir du Nucléaire« sagte, die ASN sei eine Behörde, die der Regierung unterstehe. Zudem sei sie selbst für die Sicherheit der Atomkraftwerke in Frankreich zuständig. Unabhängige Experten seien bei den Tests nicht hinzugezogen worden. Nun sage ASN einerseits, die Anlagen seien sicher, fordere aber zugleich »enorme Investitionen« für die Verbesserung der Sicherheit. »Das Ganze ist absurd«, so Crivello.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2012, Seite 6, Ausland

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