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Aus: Ausgabe vom 17.12.2011, Seite 15 / Geschichte

Anno … 51.Woche

1906, 25./26. Dezember: In Berlin beschließen Vertreter von regionalen Vereinen die Bildung eines Dachverbands, der Vereinigung der freien Jugendorganisationen Deutschlands (»Freie Jugend«). Initiatoren der auf eine Anregung des SPD-Linken Karl Liebknecht zurückgehenden Gründung waren Berliner, Bernauer und Harburger Jugendvereine.

1936, 21. Dezember: Im Pariser Exil entsteht auf Initiative von Wilhelm Pieck ein Aufruf zur Bildung einer deutschen Volksfront gegen den Faschismus. Darin heißt es, »daß die braune Tyrannei einzig und allein durch den Zusammenschluß aller zum Kampf für Freiheit und Recht bereiten Deutschen gebrochen werden« könne. Die Volksfront solle der »Bund aller derer werden, die entschlossen sind, ihre Kraft für Freiheit und Wohlstand des deutschen Volkes einzusetzen«. Unterzeichnet wird der Appell von führenden Vertretern der KPD, der SPD und der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, einer Abspaltung der SPD, sowie von namhaften Intellektuellen, beispielsweise Lion Feuchtwanger, Heinrich Mann und Johannes R. Becher.

1951, 19. Dezember: Mit der Einweihung der »Talsperre des Friedens« in Sosa wird das erste zentrale Jugendobjekt der DDR- und FDJ-Geschichte erfolgreich abgeschlossen. Im Verlauf von 32 Monaten hatten neben 1600 Arbeitern, Technikern und Ingenieuren etwa 24 000 freiwillige Helfer aus den Reihen des Jugendverbandes im Westerzgebirge die rund 60 Meter hohe und 200 Meter lange Sperrmauer errichtet, mit der die Trinkwasserversorgung für rund 100 000 Menschen gesichert und die permanente Hochwassergefahr im Raum Aue beseitigt werden konnte.

1956, 19. Dezember: In der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg beginnt ein Prozeß gegen 156 farbige und schwarze Aktivisten – unter ihnen Nelson Mandela –, die in Opposition zum rassistischen Apartheidregime stehen. Am 5. Dezember in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verhaftet, finden sich die Angeklagten – viele Funktionäre des African National Congress (ANC), Gewerkschafter, Geistliche, Anwälte, Journalisten, Arbeiter, Angestellte, Hausfrauen, Professoren, Ärzte und ein Parlamentsabgeordneter – nun in Käfigen eingesperrt wieder. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrieren Tausende gegen den Schauprozeß, es kommt zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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