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Milliarden zuviel ­kassiert

Hamburg. Private Konkurrenten der Deutschen Post werfen dem Bonner Konzern vor, in den vergangenen Jahren fürs Porto mehrere Milliarden Euro zuviel kassiert zu haben. Der Spiegel zitierte am Sonntag aus einem Brief der Anwälte privater Post-Konkurrenten an die Bundesnetzagentur, wonach der Deutschen Post bei einem Geheimtreffen deutlich geringere Portosenkungen abverlangt wurden als ursprünglich berechnet. Statt um jährlich 750 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro habe der Konzern das Porto nur um 270 Millionen Euro gesenkt. Daher hätten die Kunden im Lauf der Jahre 2,5 bis fünf Milliarden Euro zuviel bezahlt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2011, Seite 4, Inland

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