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Breivik-Anwalt: Aus ­Enttäuschung gemordet

Oslo. Der rechtsextreme norwegische Attentäter Anders Behring Breivik ist nach Darstellung seines Anwalts nur ersatzweise auf die Insel Utøya bei Oslo gefahren und hat dort 69 Menschen getötet. Breivik sei darüber enttäuscht gewesen, daß der am 22. Juli zunächst gezündete Sprengsatz im Regierungsviertel nicht gereicht habe, um das Hochhaus mit dem Büro des Ministerpräsidenten zu zerstören, sagte sein Anwalt Geir Lippestad dem Boulevardblatt Verdens Gang vom Freitag. Breivik sitzt in Untersuchungshaft. Seine Aussagen in den zahlreichen Polizeiverhören wurden bislang nicht veröffentlicht. Der Prozeß soll Mitte April 2012 beginnen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.11.2011, Seite 2, Ausland

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