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Aus: Ausgabe vom 19.11.2011, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 47. Woche

1806, 21. November: Nach dem Sieg über Österreich und Preußen ordnet der französische Kaiser Napoleon I. die Sperrung des kontinentaleuropäischen Marktes für den Handel Großbritanniens an, um den ökonomisch wie zur See überlegenen Gegner wirtschaftlich zu schwächen.

1926, 22. November: In Moskau beginnt die VII. Erweiterte Tagung des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI). 191 Vertreter von kommunistischen Parteien erörtern den Stand des revolutionären Weltprozesses und die Perspektiven und Aufgaben der Sektionen der Kommunistischen Internationale. Die Resolution der XV. Konferenz der KPdSU (B) vom 26. Oktober bis 3. November 1926 über den trotzkistisch-sinowjewschen Oppositionsblock wird von der Tagung als Beschluß bestätigt. G. I. Sinowjew wird von seinen Pflichten als Vorsitzender des EKKI entbunden.

1931, 23. November: Der IV. Strafsenat des Reichsgerichts in Leipzig verurteilt den Herausgeber der radikaldemokratischen, antimilitaristischen Zeitschrift Die Weltbühne, Carl von Ossietzky, und den Journalisten Walter Kreiser zu je 18 Monaten Freiheitsstrafe wegen Landesverrats und Verrats militärischer Geheimnisse. Auslöser des als »Weltbühne-Prozeß« bekannten Verfahrens war ein bereits 1929 erschienener Artikel über den heimlichen Aufbau einer deutschen Luftwaffe. In einem Kommentar zum Urteil schreibt Ossietzky am 1. Dezember 1931 in der Weltbühne: »Anderthalb Jahre Freiheitsstrafe? Es ist nicht so schlimm, denn es ist mit der Freiheit in Deutschland nicht weit her. Mählich verblassen die Unterschiede zwischen Eingesperrten und Nichteingesperrten.«

1936, 25. November: In Berlin schließen Nazideutschland und Japan einen Vertrag zur Bekämpfung der Kommunistischen Internationale. In dem Vertrag heißt es, die beiden Staaten »kommen überein, sich gegenseitig über die Tätigkeit der Kommunistischen Internationale zu unterrichten, über die notwendigen Abwehrmaßnahmen zu beraten und diese in enger Zusammenarbeit durchzuführen«. Im Zusatzprotokoll heißt es, man werde »strenge Maßnahmen« gegen diejenigen ergreifen, die »sich im Inland oder Ausland direkt oder indirekt im Dienste der Kommunistischen Internationale betätigen«.

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