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Berlin: »Pro Reli« wittert Morgenluft

Berlin. Die Initiative »Pro Reli« erhofft von den am Mittwoch beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU in Berlin eine Aufwertung des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen. Es müsse diesbezüglich eine »einvernehmliche Lösung« geben, erklärte der Vorsitzende von »Pro Reli«, Christoph Lehmann, am Montag. »Der Volksentscheid vor zwei Jahren hat gezeigt, daß die Bevölkerung bei der Gestaltung der religiösen und ethischen Bildung in Berlin tief gespalten ist.« 51,3 Prozent der Teilnehmer hatten 2009 gegen ein Wahlpflichtfach Religion gestimmt. So blieb es beim Berliner Modell, wonach der Ethikunterricht ein Pflichtfach und der Religionsunterricht ein freiwilliges Angebot ist. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2011, Seite 5, Inland

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