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Aus: Ausgabe vom 11.10.2011, Seite 9 / Kapital & Arbeit

Belgien verstaatlicht Finanzinstitut Dexia

Brüssel. Der belgische Staat übernimmt für vier Milliarden Euro den belgischen Ableger der schwer angeschlagenen Bank Dexia. Das gab das belgisch-französische Finanzinstitut am Montag bekannt. Wie die Bank weiter mitteilte, werden Belgien, Frankreich und Luxemburg zusammen weitere 90 Milliarden Euro als Finanzierungsgarantien für bis zu zehn Jahre zur Verfügung stellen. Dexia ist die erste große europäische Bank seit der Finanzkrise 2008, die auf eine staatliche Rettung angewiesen ist. Die Bank war wegen ihres Engagements in schwer verschuldeten Euro-Staaten wie Griechenland, Italien und Spanien massiv unter Druck geraten. Die Dexia-Aktie stürzte vergangene Woche wegen eines befürchteten Bankrotts ab. Frankreich und Belgien garantierten Anlegern daraufhin ihre Guthaben bei der Bank. Dexia gehörte bereits nach einer Rettungsaktion im Jahr 2008 zu 17,6 Prozent dem französischen Staatsfonds CDC. Weitere jeweils 5,7 Prozent wurden von Belgien und Frankreich direkt gehalten, hinzu kamen 5,7 Prozent im Besitz der belgischen Regionen. (dapd/jW)

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