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Elbvertiefung

Forderungen von Industrie- und Handelskammern nach dem beschleunigten Bau einer Elbe-Staustufe bei Decín nahe der deutsch-tschechischen Grenze und das Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums, den Fluß zwischen Dresden und der tschechischen Grenze auf 1,60 Meter zu vertiefen, stoßen beim BUND auf Kritik. »Selbst im extrem regenreichen Jahr 2011 hatte die Elbe an 75 Tagen nicht die vom Bundesverkehrsministerium angestrebte Tiefe von 1,60 Metern«, erklärte der Vorsitzende Hubert Weiger. Schon weil die Mindesttiefe eines frei fließenden Flusses nicht zu garantieren sei, verlange der BUND »die Einstellung aller Planungen«. »Es geht in dieser Angelegenheit nicht um bessere Bedingungen für die Schifffahrt. Es geht allein darum, neue große und die Natur zerstörende Bauprojekte durchzusetzen.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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