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Tradition beendet

Ende einer Ära in Katalonien: Mit der Tötung von sechs Stieren endete am Sonntag abend der letzte Stierkampf in der nordostspanischen Region. Rund 18000 Zuschauer waren in die 1914 eröffnete Arena Monumental von Barcelona geströmt, um dem Spektakel beizuwohnen. Katalonien hatte im Juli 2010 ein Verbot der Stierkämpfe beschlossen und so mit der jahrhundertealten Tradition gebrochen. Der junge katalanische Matador Serafin Marín gab dem letzten Stier an diesem Abend den sogenannten Gnadenstoß. Die Stiere stammten aus einer Zucht in der Stadt Salamanca im Landesinnern. Die Arena Monumental war sofort nach Freigabe der Eintrittskarten ausverkauft, einige Karten sollen für bis zu 1500 Euro verkauft worden sein. Ein Zuschauer meinte: »Die Arenen zu schließen – das ist, als würde man einen Picasso in den Müll schmeißen.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2011, Seite 13, Feuilleton

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