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24.09.2011
- → Geschichte
Anno…39. Woche
1906, 30. September: In Mannheim findet die erste Generalversammlung des Verbandes junger Arbeiter in Deutschland statt. Karl Liebknecht hält ein Referat unter dem Titel »Jugend und Militarismus«, das später zur Grundlage seiner Schrift »Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung« wird. Beschlossen wird unter anderem eine Statutenänderung, die es nun auch Mädchen ermöglicht, in den Verband aufgenommen zu werden.
1926, 29. September: An die Berliner Reichskanzlei ergeht eine gemeinsame Erklärung der deutschen Wirtschaftsverbände, in der einige der namhaftesten Kapitalisten der Weimarer Republik einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel von der Regierung unter Kanzler Heinrich Brüning fordern. Lohnkürzungen und Senkung der Sozialunterstützung sowie »Ausweitung des Kreditvolumens für die Privatwirtschaft« sind einige der Eckpunkte dieses reaktionären Programms.
1941, 29./30. September: In Babyn Jar, einer Schlucht in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew, werden über 30000 Juden von deutschen Faschisten ermordet. Entsprechend dem »Einsatzbefehl der Einsatzgruppe Nr. 101« werden 33771 Juden innerhalb von 36 Stunden systematisch durch Maschinenpistolenfeuer erschossen. Neben den Einsatzgruppen und der SS beteiligt sich auch die deutsche Wehrmacht an dem Massaker.
1946, 1. Oktober: In Nürnberg werden die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher der Nazidiktatur verkündet: Hermann Göhring, Joachim von Ribbentrop, Alfred Rosenberg, Julius Streicher, Martin Bormann, Hans Frank, Wilhelm Frick, Ernst Kaltenbrunner, Fritz Sauckel, Alfred Jodl, Wilhelm Keitel und Arthur Seiß-Inquart werden zum Tode verurteilt. Daneben ergehen einige langjährige oder lebenslängliche Haftstrafen. Drei Angeklagte werden freigesprochen: Hans Fritzsche, Hjalmar Schacht und Franz von Papen.
1956, 27. September: In Nikaragua stirbt der US-hörige Diktator Anastasio Somoza. Er war acht Tage zuvor von einem jungen Freiheitskämpfer, dem Dichter Rigoberto López Pérez, angeschossen worden. Pérez gilt heute in weiten Kreisen Nikaraguas als Nationalheld.
1926, 29. September: An die Berliner Reichskanzlei ergeht eine gemeinsame Erklärung der deutschen Wirtschaftsverbände, in der einige der namhaftesten Kapitalisten der Weimarer Republik einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel von der Regierung unter Kanzler Heinrich Brüning fordern. Lohnkürzungen und Senkung der Sozialunterstützung sowie »Ausweitung des Kreditvolumens für die Privatwirtschaft« sind einige der Eckpunkte dieses reaktionären Programms.
1941, 29./30. September: In Babyn Jar, einer Schlucht in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew, werden über 30000 Juden von deutschen Faschisten ermordet. Entsprechend dem »Einsatzbefehl der Einsatzgruppe Nr. 101« werden 33771 Juden innerhalb von 36 Stunden systematisch durch Maschinenpistolenfeuer erschossen. Neben den Einsatzgruppen und der SS beteiligt sich auch die deutsche Wehrmacht an dem Massaker.
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1946, 1. Oktober: In Nürnberg werden die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher der Nazidiktatur verkündet: Hermann Göhring, Joachim von Ribbentrop, Alfred Rosenberg, Julius Streicher, Martin Bormann, Hans Frank, Wilhelm Frick, Ernst Kaltenbrunner, Fritz Sauckel, Alfred Jodl, Wilhelm Keitel und Arthur Seiß-Inquart werden zum Tode verurteilt. Daneben ergehen einige langjährige oder lebenslängliche Haftstrafen. Drei Angeklagte werden freigesprochen: Hans Fritzsche, Hjalmar Schacht und Franz von Papen.
1956, 27. September: In Nikaragua stirbt der US-hörige Diktator Anastasio Somoza. Er war acht Tage zuvor von einem jungen Freiheitskämpfer, dem Dichter Rigoberto López Pérez, angeschossen worden. Pérez gilt heute in weiten Kreisen Nikaraguas als Nationalheld.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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