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Zweckehe feiert goldene Hochzeit

Berlin. An den 50. Jahrestag der Anwerbeverträge zwischen Deutschland und der Türkei und die Folgen für Arbeitsmigrantinnen wird am kommenden Donnerstag (29. September) in der Reihe Kreuzberger Gespräche erinnert. Die Podiumsdiskussion unter dem Motto »Sind Frauen die besseren Migranten? – Ayse aus Anatolien: Unterdrückt und zwangsverheiratet oder doch emanzipiert und selbstbestimmt?« beginnt um 19 Uhr im AWO-Café, Oranienstraße 69, Berlin-Kreuzberg. Mitdiskutieren werden Azize Tank, ehemalige Migrantenbeauftragte im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Gün Tank, Integrationsbeauftragte von Tempelhof-Schöneberg, die Juristin Sevim Aydin von Arbeit und Leben e.V. sowie Serdar Yazar vom Antidiskriminierungsnetzwerk des Türkischen Bundes.

Debattiert wird unter anderem über das Phänomen, daß Migrantinnen in Deutschland einerseits ein besseres Image haben als männliche Einwanderer, daß sie sich besser integrieren und erfolgreicher zu sein scheinen. Andererseits werden sie vielfach vor allem als unterdrückt, ungebildet und fremdbestimmt wahrgenommen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2011, Seite 15, Feminismus

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