Zum Inhalt der Seite

Neues von »Pechi«

Freiburg/Berlin. Claudia Pechstein (Foto) schlägt im Kampf um Ruf und Finanzen ein neues Kapitel auf: Ein halbes Jahr nach Ablauf ihrer Doping­sperre erstattet die fünfmalige Eisschnellauf-Olympiasiegerin als erste Athletin überhaupt Selbstanzeige wegen eines möglichen Dopingvergehens. Das Ziel des taktischen Manövers ist klar: Die Adressaten der Selbstanzeige, die Anti-Doping-Weltagentur WADA, deren deutscher Ableger NADA, der Eislauf-Weltverband ISU und die Deutsche Eisschnellauf-Gemeinschaft (DESG) sollen ihren Dopingfall neu aufrollen– und am Ende womöglich ihre Unschuld feststellen. Außerdem will Pechstein damit die Chancen auf eine erfolgreiche Schadensersatzklage gegen den ISU erhöhen. Pechstein wurde im Februar 2009 wegen erhöhter Blutwerte für zwei Jahre gesperrt. Nach Ablauf ihrer Sperre war sie wieder bei Weltcups gelaufen und erzielte bei der Einzelstrecken-WM im März dritte Plätze über 5000 Meter und in der Team-Verfolgung.

(sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2011, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!