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Abonnieren geht über probieren
Der Krawall um den jW-Titel vom 13. August hat hier seinen Hintergrund. Oder ist es Zufall, daß diejenigen in Die Linke, die einen Anzeigenboykott oder sonstige Verbote erwirken möchten, dieselben sind, die die Antikriegshaltung der Partei seit Jahren in Frage stellen? Ist es Zufall, daß junge Welt wegen ihrer Antikriegshaltung an die »Schwelle des Linksterrorismus« (Niedersachsens CDU-Innenminister Uwe Schünemann) gerückt wird? Es geht um Einschränkung von Pressefreiheit.
Wenn Sie dem etwas entgegensetzen möchten: Probieren Sie junge Welt nicht nur, abonnieren Sie. Eine andere Finanzierungsquelle hat diese Zeitung faktisch nicht. Was wir zu berichten haben, ist zumeist unerfreulich, Realsatire à la Gröhe verschweigt jW allerdings auch nicht.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
