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Iraker wurde zu Tode gefoltert

London. Ein irakischer Zivilist, der 2003 im Gewahrsam britischer Soldaten starb, ist Opfer einer Serie von Mißhandlungen gewesen. Der 26jährige Hotelrezeptionist Baha Musa habe während seiner Haft in der südirakischen Stadt Basra »schwere grundlose Gewalt« erleiden müssen, teilte eine Untersuchungskommission am Donnerstag in London mit. Demnach starb Musa an einer Kombination von 93 verschiedenen Verletzungen, die er während seiner Gefangenschaft erlitten hatte. Der Iraker war von britischen Soldaten in Basra in Gewahrsam genommen worden und am 15.September 2003 gestorben. Der 34jährige Obergefreite Donald Payne war 2007 in einem Prozeß wegen Musas Tod zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Sechs Soldaten wurden damals freigesprochen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2011, Seite 1, Ausland

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