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Schmutzige Mittel

Die Industrie schläft nie: Im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen sollen jetzt Warnhinweise auf illegalen Download-Plattformen Abhilfe schaffen. Nach Meinung des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) und zweier weiterer Unternehmen mit großen Abkürzungen könnten diese ein wirksames Mittel zur Eindämmung illegaler Downloads sein. Dabei stützen sich die Verbände auf eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie der GfK. Demnach gehen 81 Prozent der Nutzer illegaler Plattformen davon aus, daß solche Warnungen abschreckend wirken. Laut derselben Studie gibt die Mehrheit der Nutzer kein Geld mehr für CDs aus. Diese Erkenntnis räume endlich mit der «Mär vom vorhörenden Tauschbörsennutzer» auf, so Florian Drücke vom BVMI. Im letzten Jahr wurden laut GfK 185 Millionen Lieder, 46 Millionen Alben, 54 Millionen Spiel- und Kinofilme, 6 Millionen Hörbücher und 14 Millionen E-Books illegal heruntergeladen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2011, Seite 12, Feuilleton

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