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Kolumbien: US-Geld zweckentfremdet

Washington. US-Hilfen zur Bekämpfung der Drogenmafia in Kolumbien sind laut einem Zeitungsbericht für das Vorgehen gegen Regierungskritiker zweckentfremdet worden. Unter der Regierung des früheren kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe, der von 2002 bis 2010 an der Macht war, seien von den USA gelieferte Gelder, Material und Ausbildung für Spionageeinsätze und Kampagnen gegen Uribes politische Gegner, Richter und Organisationen der Zivilgesellschaft mißbraucht worden, berichtete die Washington Post am Sonntag. Uribes Regierung habe die Richter des Obersten Gerichts neutralisieren wollen, weil diese Verbindungen zwischen hochrangigen Politikern und paramilitärischen Gruppen untersucht hätten, schrieb die Zeitung. Derzeit läuft in der Angelegenheit ein Prozeß gegen rund ein Dutzend Geheimdienstmitarbeiter. Derzeit wird geprüft, ob auch gegen Uribe ein Verfahren eingeleitet werden soll.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2011, Seite 6, Ausland

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