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Feind des Dudens

Der Schriftsteller Peter Schneider hat eine verbindliche Rechtschreibung am Montag, dem 100. Todestag von Konrad Duden, für entbehrlich erklärt. Die Ordnungsfunktion eines Dudens sei weder dringlich noch wünschenswert, erklärte er im Deutschlandradio Kultur. Schiller und Goethe hätten mitunter im selben Satz unterschiedliche Schreibweisen für ein Wort benutzt. »Sie wußten ganz genau, was sie da schreiben, das wird verstanden«, sagte Schneider. Er selbst greife nie zum Duden und beharre auf seinem »Recht auf Unbelehrbarkeit«. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2011, Seite 13, Feuilleton

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