Zum Inhalt der Seite

Unbemerktes Amtsblatt

Das Münchener Institut Testbiotech forderte die EU-Kommission am Mittwoch in einer Erklärung auf, die Zulassung einer weiteren gentechnisch veränderten Monsanto-Maissorte zu überprüfen. Mögliche Gesundheitsrisiken seien nicht ausreichend geklärt worden. Die Kommission hatte die Zulassung der Sorte MON 89034 × MON 88017 am 17. Juni im Amtsblatt der EU publiziert – »völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit«, wie Testbiotech bemerkte. Der Mais darf für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln verwendet werden. »Es handelt sich um einen Mais, der drei verschiedene Insektengifte produziert und zugleich gegen das Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent gemacht wurde«, teilte Testbiotech mit. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte den Mais für unbedenklich erklärt, ohne die Risiken durch Fütterungsversuche zu überprüfen. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!