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Bankrott der Volkskunst

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York, dessen letzter Erweiterungsbau Ende 2004 eröffnet wurde, baut weiter im großen Stil an. Nun hat es zu diesem Zweck das benachbarte American Folk Art Museum (AFAM) gekauft, ein bankrottes Haus für Volkskunst, das 2001 für 32 Millionen Dollar errichtet worden war. Das MoMA zahlt weniger für Gebäude und Grundstück. Ob das Haus abgerissen werden soll, ist unklar, erklärte MoMA-Direktor Glenn Lowry. Das MoMA hat weitere hochfliegende Pläne. Auf einem leeren Grundstück an der 53. Straße soll ein von Jean Nouvel entworfener 75stöckiger Turm entstehen. Noch streiten sich Bauherr, Architekt und Stadt um die Traufhöhe des Turms, der neben Hotel und Luxusapartments auch 5500 zusätzliche Quadratmeter Ausstellungsfläche für das MoMA bieten soll. Das AFAM beschränkt sich erst einmal auf 460 Quadratmeter an der Upper West Side. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2011, Seite 12, Feuilleton

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