Zum Inhalt der Seite

Mehr rechte Gewalt im Osten

Berlin. Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten ist in den fünf ostdeutschen Ländern im vergangenen Jahr gestiegen, während sie bundesweit deutlich zurückging. Das berichtete die Zeitung Die Welt am Donnerstag unter Berufung auf den Verfassungsschutzbericht 2010, der am Freitag vorgestellt werden soll. Demnach betrug der Anstieg im Vergleich zu 2009 in den neuen Ländern 4,8 Prozent, während bundesweit ein Rückgang um 14,5 Prozent zu verzeichnen war. Von den insgesamt 762 registrierten Gewalttaten mit neofaschistischem Hintergrund entfielen demnach 306 auf die fünf ostdeutschen Länder.

Den Negativrekord hält dem Bericht zufolge Sachsen-Anhalt. Dort wurden demnach im vorigen Jahr 2,84 rechte Gewalttaten je 100000 Einwohner verübt. 2009 war noch Brandenburg Spitzenreiter, das jetzt mit 2,63 Taten auf dem zweiten Platz steht. Es folgen Sachsen (2,35), Thüringen (1,96) und Mecklenburg-Vorpommern (1,76). (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!