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Keine deutschen Waffen nach Libyen

Berlin. Deutschland wird nun doch keine Munitionsteile an NATO-Partner für den Kriegseinsatz in Libyen liefern. Dies teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Die NATO-Logistik-Agentur NAMSA habe das Angebot eines anderen Bündnispartners angenommen, sagte der Sprecher. Dabei ging es um Bauteile für Präzisionsmunition, bei denen ein Engpaß in der seit Ende März laufenden NATO-Operation »Unified Protector« absehbar war. Die NATO-Anfrage nach Munitionsnachschub hatte in Deutschland für Wirbel gesorgt. Während Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) noch am Dienstag eine solche mögliche Lieferung als »bewährten Bündnisalltag« verteidigte, kritisierte die Opposition eine verdeckte Teilnahme Deutschlands am Libyen-Krieg.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2011, Seite 1, Inland

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