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Der Umbruch

»Die Arktis erwärmt sich weit rascher als der restliche Planet«, hat das Royal Netherlands Institute for Sea Research erklärt. »Die im Sommer eisfreie Nordwestpassage zwischen Kanada und Grönland löst neue Migrationen aus und bedroht das ökologische Gleichgewicht.« Im Rahmen des Forschungsprojekts Clamer wurde eine pazifische Mikroalge, die sich passiv mit der Strömung fortbewegt, im Nordatlantik nachgewiesen. Auch kleinere Krebse haben sich demnach bis ins kleinere Weltmeer ausgebreitet. Die Forscher bezeichnen den Wandel als »Erdbeben im Ökosystem«. Auch innerhalb des Atlantiks läßt der Klimawandel tropische Tiere und Pflanzen nordwärts wandern. Quallen aus wärmeren Regionen wie die Pelagia noctiluca bilden im Nordatlantik mittlerweile massive Blüten.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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