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Wiefelspütz: Jahn hat »Schaum vorm Mund«

Berlin. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat dem neuen Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), Roland Jahn (Foto), die Eignung abgesprochen. »Ich habe ihn gewählt, aber ich habe mich geirrt«, sagte Wiefelspütz am Wochenende dem Focus. Hintergrund ist Jahns Vorschlag, die ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aus der BStU in andere Dienststellen zu versetzen. Wiefels­pütz hingegen warf Jahn vor, als »Eiferer« gegen die 48 Mitarbeiter vorzugehen. Jahn habe »Schaum vorm Mund«, urteilte Wiefelspütz. Die BStU sei »keine Einrichtung, in der es um Menschenjagd geht«.(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2011, Seite 1, Inland

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