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Erdogans Monster

Im Nordosten der Türkei hat am Dienstag der Abriß eines Denkmals zur Versöhnung mit den Armeniern begonnen, das von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan als »Monstrum« bezeichnet worden war. Bauarbeiter entfernten mit einem Krahn einen Kopf der riesigen Doppelstatue »Denkmal der Menschlichkeit«. Das abgetrennte Stück Stahlbeton wog 19 Tonnen. Die 30 Meter hohe Skulptur zeigt zwei menschliche Figuren, die sich gegenüber stehen, kann aber auch als eine einzige gespaltene Person gesehen werden. Bildhauer Mehmet Aksoy wollte damit die Versöhnung zwischen Türken und Armeniern versinnbildlichen und ein Gegenstück zum Völkermorddenkmal im benachbarten Armenien schaffen. Erdogan hatte das Kunstwerk im Januar als »Monstrum« und »merkwürdiges Ding« kritisiert. Kurz darauf beschloß der Stadtrat von Kars den Abriß. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2011, Seite 12, Feuilleton

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