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02.04.2011
- → Aktion
Wessen Rebellen?
Wo Widerstand wächst, gibt es erhöhte Nachfrage nach junge Welt. Aber nur, wenn bekannt ist, daß es sie gibt
Tagelang wird in allen Medien die Friedensbotschaft des
NATO-Sprechers verkündet: Es wird keine Waffenlieferung
und westliche Bodentruppen geben, weil man das libysche Volk
schützen und nicht bewaffnen wolle. Er lügt wie gedruckt:
Waffenlieferungen und Stiefeleinsätze gibt es längst,
Bomben westlicher Militärs zerfetzen und verstümmeln
Zivilisten, auch wenn die Bilder dazu nicht gezeigt werden.
Bedauernd zitiert am Freitag die Berliner Zeitung das US-Magazin
New Yorker, daß die Zahl der Widerstandskämpfer gegen
Ghaddafi lediglich aus 1000 Mann bestünde – »und
die sind auch noch schlecht ausgerüstet«. Da
müßte doch was zu machen sein. Der Widerstand gegen das
Regime in Kolumbien besteht übrigens aus vielen tausend
Kämpfern, auch hier liefert der Westen Beistand: allerdings
den hochgerüsteten Militärs und Paramilitärs des
Regimes. Wer noch immer glaubt, es gehe dem Westen um die
»Unterstützung des libyschen Volkes«, kennt die
junge Welt nicht.
Viel zu viele kennen die junge Welt nicht, dafür die Aussagen vieler Medien und Politiker. Die sind bereit, für imperialistische Kriege zu werben, auch wenn die Wahrheit dabei stört. Das liegt daran, daß sie es auch ansonsten als ihre Aufgabe ansehen, in sozialen Konflikten die Interessen des Kapitals als allgemeingültige Interessen zu vermitteln. Es wird alles dafür getan, gesagt und geschrieben, um zu verschleiern, von wem sie bezahlt werden. »Atomkraft mit Augenmaß abschalten«, heißt es dann. Gemeint ist damit: Die Dinger so lange wie politisch möglich laufen lassen. Bei Gewinnen von einer Million Euro am Tag sind sämtliche Bedenken zweitrangig. Zum Schutz vor Terror und wirtschaftlichem Ruin wird der Abbau demokratischer und sozialer Rechte gepriesen – auch wenn dazu terroristische Mittel genutzt und große Teile der Bevölkerung in den wirtschaftlichen Ruin getrieben werden. Wer darüber ungeschminkt schreibt wie die junge Welt , wird selber Ziel von undemokratischen Angriffen und muß ökonomisch hart um die Existenz kämpfen.
Da ist niemand, der schmiert und zahlt. Und auch niemand, der über so ein Projekt unvoreingenommen berichtet. Es gibt keine Millionen für einen Werbeetat. Die einzige wirksame Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad einer solchen Zeitung zu erhöhen und mehr Menschen davon zu überzeugen, daß sie selbst eine solche Zeitung brauchen, ist der Einsatz einer Rebellenarmee. Die sich bewaffnet mit der jungen Welt und diese überall dort vorstellt, wo Widerstand und damit der Bedarf nach einer anderen Zeitung wächst. Unsere Rebellenarmee ist etliche tausend Frauen und Männer stark: Es sind unsere aktiven Leserinnen und Leser. Und weil deren Wirksamkeit erhöht wird, wenn ein gemeinsames Ziel und gescheite Kombination sie verbinden, führen wir erstmals eine Kampagne im gesamten deutschsprachigen Raum durch. Wir wollen bei allen Ostermärschen und Gewerkschaftskundgebungen die junge Welt verteilen, Probeabos sammeln und wo immer möglich mit einem Infostand präsent sein. Jeder Bestellung legen wir ein Plakatset mit vier A-1-Plakaten in unterschiedlichen Farben bei. Als kleines Dankeschön. Damit kann das örtliche jW-Rebellenhauptquartier ausgestaltet werden.
Viel zu viele kennen die junge Welt nicht, dafür die Aussagen vieler Medien und Politiker. Die sind bereit, für imperialistische Kriege zu werben, auch wenn die Wahrheit dabei stört. Das liegt daran, daß sie es auch ansonsten als ihre Aufgabe ansehen, in sozialen Konflikten die Interessen des Kapitals als allgemeingültige Interessen zu vermitteln. Es wird alles dafür getan, gesagt und geschrieben, um zu verschleiern, von wem sie bezahlt werden. »Atomkraft mit Augenmaß abschalten«, heißt es dann. Gemeint ist damit: Die Dinger so lange wie politisch möglich laufen lassen. Bei Gewinnen von einer Million Euro am Tag sind sämtliche Bedenken zweitrangig. Zum Schutz vor Terror und wirtschaftlichem Ruin wird der Abbau demokratischer und sozialer Rechte gepriesen – auch wenn dazu terroristische Mittel genutzt und große Teile der Bevölkerung in den wirtschaftlichen Ruin getrieben werden. Wer darüber ungeschminkt schreibt wie die junge Welt , wird selber Ziel von undemokratischen Angriffen und muß ökonomisch hart um die Existenz kämpfen.
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Da ist niemand, der schmiert und zahlt. Und auch niemand, der über so ein Projekt unvoreingenommen berichtet. Es gibt keine Millionen für einen Werbeetat. Die einzige wirksame Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad einer solchen Zeitung zu erhöhen und mehr Menschen davon zu überzeugen, daß sie selbst eine solche Zeitung brauchen, ist der Einsatz einer Rebellenarmee. Die sich bewaffnet mit der jungen Welt und diese überall dort vorstellt, wo Widerstand und damit der Bedarf nach einer anderen Zeitung wächst. Unsere Rebellenarmee ist etliche tausend Frauen und Männer stark: Es sind unsere aktiven Leserinnen und Leser. Und weil deren Wirksamkeit erhöht wird, wenn ein gemeinsames Ziel und gescheite Kombination sie verbinden, führen wir erstmals eine Kampagne im gesamten deutschsprachigen Raum durch. Wir wollen bei allen Ostermärschen und Gewerkschaftskundgebungen die junge Welt verteilen, Probeabos sammeln und wo immer möglich mit einem Infostand präsent sein. Jeder Bestellung legen wir ein Plakatset mit vier A-1-Plakaten in unterschiedlichen Farben bei. Als kleines Dankeschön. Damit kann das örtliche jW-Rebellenhauptquartier ausgestaltet werden.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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Dietmar Koschmieder
