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Wal-Mart ruft Oberstes Gericht an

Washington. Das Oberste Gericht der USA hat am Dienstag erstmals über die größte Diskriminierungsklage in der Geschichte des Landes beraten. Ein Bundesberufungsgericht im US-Staat Kalifornien war im vergangenen Jahr der Argumentation der Klägerinnen gefolgt, daß die mehrheitlich weiblichen Beschäftigten der Supermarktkette Wal-Mart bei Bezahlung und Beförderung systematisch benachteiligt werden. Es hatte grünes Licht für eine Sammelklage gegeben. Daraufhin hatte der Konzern den Supreme Court angerufen.

Bis Ende Juni müssen die Obersten Richter zunächst entscheiden, ob die Klage von 1,5 Millionen aktuellen und ehemaligen weiblichen Angestellten überhaupt zulässig ist. Die Frauen fordern eine rückwirkende Anpassung ihrer Gehälter und Strafzahlungen für Wal-Mart. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück. Im Fall einer Verurteilung würden ihm Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe drohen. In der Vergangenheit neigte der Supreme Court bei ähnlichen Verfahren tendenziell der Unternehmerseite zu.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2011, Seite 15, Feminismus

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